10 Jahre Junge Kultur

32 TEILNEHMENDE 4 Jugendliche ALTER 12–16 Jahre TEILNEHMENDE 17 Jugendliche ALTER 11–16 Jahre In einer Freizeitstätte des Kreisjugendring München-Stadt bot sich für Jugendliche die Möglichkeit, mehr über die geschichtlichen Hintergründe zum NSU-Prozess zu erfahren. Den inhaltlichen Input lieferte hierfür vor allem Sylvia Holhut von der Am Beginn dieses technisch ausgelegten Projekts konnten die 17 Jugendlichen zunächst die Ausstattung der Münchner Kammerspiele aus nächster Nähe begutachten – eine Führung in die Werkstätten, die Bühnentechnik, den Fachstelle Demokratische Jugendbildung im KJR. Versiert erläuterte zu Beginn des Projekts der Journalist und Rechtsextremismus-Experte Robert Andreasch die Chronologie der Verbrechen, die Intention der NSU-Täter*innen sowie den Umgang der Zuschauerraum und die Bühne gewährte dabei spannende Einblicke. Schon hier wurde deutlich, welche Rolle die ausgefeilte Technik spielt, um Theater sicht- und hörbar zu machen. Kurze Zeit später besuchte Jens Baßfeld, Veranstaltungstechniker der Kammerspiele, die Fürstenrieder Realschule, um über die dort bespielbaren Veranstaltungsorte, das vorhandene Equipment, Akustikvorgaben und auch mögliche Investitionen in effiziente Geräte zu fachsimpeln. Zwar ist eine Realschule kaum mit einem modernen Theaterhaus vergleichbar, dennoch ist das Ziel dasselbe: Zuschauer*innen eine künstlerische Idee optimal zu präsentieren. Und hierfür gab es jede Menge Tricks und Kniffe vom Profi, die gerne angenommen wurden. Polizei mit Zeugenaussagen und den Familienangehörigen der Opfer. Anknüpfend an diesen Workshop wurde das Stück »Urteile« unter der Regie von Christine Umpfenbach im Marstall-Theater besucht, das sich mit ebendieser Thematik, aber auch mit alltäglichen Rassismuserfahrungen beschäftigt. Im anschließenden Publikumsgespräch erfuhren die Teilnehmer*innen schließlich Näheres zur Entwicklung des Stückes sowie der Arbeit an seiner Umsetzung. Der Besuch eines Gerichtstermins im Oberlandesgericht München bildete den Abschluss dieses beeindruckenden Projekts. Nicht nur kulturelle oder kreative Erlebnisse haben im Programm des Teams Junge Kultur einen festen Platz. AuchdieAuseinandersetzungmitpolitischenThemenzählte imvergangenenJahrzehnt zumBildungsangebot. Gewohnt nahbar wurden dabei unter anderem die Hintergründe zum NSU-Prozess aufgearbeitet. Mit einem Workshop für Veranstaltungstechnik wechselte das Programm einmal von der Bühne hinter die Kulissen. Das war für die teilnehmenden Jugendlichen nicht nur per se spannend, sondern sollte auch dabei helfen, das technische Equipment in der kooperierenden Schule optimal zu nutzen. Ein dunkles Kapitel: De NSU-Prozess Hören mi h alle? »Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum an das Team Junge Kultur! Ich finde, wir haben in unserer Kooperation spannende Wege gefunden auszuprobieren, einander zu ergänzen und eine sehr gelungene, bereichernde Kombi entwickelt. Kulturelle Bildung meets politische Bildung: Auf weitere gemeinsame Projekte freue ich mich!« Sylvia Holhut Leitung Fachbereich Demokratische Jugendbildung, KJR »Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute hinter der Bühne mitwirken.« Ein Teilnehmer von Intermezzo P O L I T I K V E R A N S TA LT U N G S T E C H N I K

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