Platz da
5 München sozial gerecht Die Münchner Jugendbefragung zeigt: München ist zu teuer. Mobilität, Wohnen, Freizeit – viele junge Menschen können sich das nicht leisten. Über die Hälfte von ihnen befürchtet, in dieser reichen Stadt finanziell nicht mithalten zu können und damit vom kulturellen und gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen zu sein. Armut und soziale Diskriminierung werden insbesondere von Jugendlichen als Hauptgrund für Benachteiligung angegeben. Das muss sich ändern, denn wir alle gehören zu München – egal ob arm oder reich. München hat nur eine Zukunft, wenn junge Menschen in dieser Stadt lebenswerte Perspektiven finden. Unsere Forderungen ◆ Die Stadtpolitik beschließt die Einführung eines digitalen Jugendpasses mit attraktiven, kostengünstigen und jugendgerechten Freizeitan- geboten. Der Jugendpass kann sowohl bei städtischen als auch bei kommerziellen Angeboten eingesetzt werden. Alle jungen Menschen erhalten diesen Jugendpass, der maximal 10 Euro pro Jahr kosten darf. Wer nur über ein geringes Einkommen verfügt, erhält den Pass kostenfrei. ◆ Die Leistungen, die aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zur Verfügung stehen, kön- nen unkompliziert und diskriminierungsfrei beantragt und abgerufen werden – am besten in Kombination mit dem Jugendpass. Dadurch können mehr junge Menschen die Leistungen in Anspruch nehmen, die ihnen zustehen und so am Leben in der Stadtgesellschaft teilhaben. ◆ Die Landeshauptstadt München setzt als Sachaufwandsträgerin eine vollständige Lehrmit- telfreiheit um. Dazu gehört u.a. die Übernahme der Kosten für Formelsammlungen, Kopien, Arbeitsbücher und notwendiges weiteres Unterrichtsmaterial. Denn wer vergleichsweise viel Geld für verpflichtendes Schulmateri- al ausgeben muss, hat nichts mehr für Freizeit, Sport oder Nahverkehr übrig.
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